Im September 2017 hat Dorothé R.Marzinzik ihre Gedichte wagen zu singen im deutschen lyrik verlag (ISBN 978-8422-4547-1) veröffentlicht und im November gemeinsam mit dem Kontrabassisten Constantin Herzog im Kunsthaus Wäldchen und im Lutherturm Köln-Süd aufgeführt.

Hier ein Ausschnitt aus einer Aufnahme im Februar 2018 

Trinke die Stille

über dem Schnee
über der Stadt,
über dem Land

unter der Haut,
lächelt die Zeit.
 

Mein Land
ist nicht aus schon gefügtem Stoff.
Mein Land ist lose,
webt die Wirklichkeiten.
Mein Land blüht lichtlos,
still im Spiegelgrund des Ozeans.
Mein Land,
nur dieses dort,
dies weite,
ist mein Land.
 

Lieben im lichten,
duftenden Schoß,  
Strom aller Wirklichkeiten.
Größer als ich,
du
unsagbarer Worte Blühen.
 

Es sammelt sich mein Blick
in deinen Grund.
Es legt sich eine Zärtlichkeit
und leises Ahnen
in die Hände.
Dass wir dann sagen:
Wir haben uns gesehen.
Wir haben uns erkannt.
Wir haben uns gefeiert.